Gedanken für den November und Dezember 2025
Der Weg des Hirtenherzens
Eine Geschichte über Seelsorge, Vertrauen und Gottes Nähe
Liebe Leserin, lieber Leser,
manchmal braucht es nur ein kleines Herz, das offen ist, um Gottes Nähe zu spüren. In Begegnungen, in stillen Momenten und im Alltag. Diese Geschichte erzählt von einem Hirtenherz, das Schritt für Schritt lernt, zuzuhören, zu tragen und Hoffnung zu schenken. Psalm 23,1: “Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.” Gott sorgt für dich und begleitet dich auf allen Wegen.
Ein neuer Anfang
Eines Morgens machte sich das Hirtenherz auf den Weg. Alles war neu, die Menschen, die Häuser, die Aufgaben. Unsicherheit lag in der Luft, und manchmal wusste es nicht, wohin der nächste Schritt führen würde. Doch tief in ihm spürte es eine leise Stimme: Jesaja 41,10: “Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir.” Gott gibt dir Mut und lässt dich nicht allein, auch wenn alles fremd und unsicher ist. Schritt für Schritt begann es, die neuen Wege zu entdecken.
Begegnungen
Auf seinem Weg traf es viele Menschen. Manche erzählten von ihrer Freude, andere von ihrem Schmerz. Einige blieben still und wollten einfach nur, dass jemand da ist. Dabei lernte das Hirtenherz etwas Wichtiges: Zuhören ist manchmal das größte Geschenk. Galater 6,2: “Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.” Wenn wir einander zuhören, helfen wir einander und erfüllen Gottes Willen. Jede Begegnung gab dem Hirtenherz ein kleines Stück Vertrauen und Mut.
Stille und Kraft
Es gab Tage voller Licht, aber auch Tage, die schwer waren. Wenn Müdigkeit oder Zweifel kamen, setzte sich das Hirtenherz still hin, atmete tief und sprach leise: Psalm 23,3: “Herr, erquicke meine Seele.” Nur wer sich selbst stärkt, kann auch anderen Kraft geben. Die Ruhe half ihm, neue Kraft zu schöpfen und inneren Frieden zu finden.
Wachstum
Mit der Zeit wuchs das Vertrauen des Hirtenherzens. In jedem Gespräch, in jedem Lächeln und dankbaren Wort spürte es Gottes Gegenwart. Matthäus 18,20: “Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.” Gott ist da, auch in kleinen Gemeinschaften, in Begegnungen im Alltag. So wurde das Hirtenherz stiller, tiefer und fühlte sich mehr und mehr mit den Menschen und mit Gott verbunden.
Dunkle Stunden
Natürlich gab es auch schwere Zeiten: Abschiede, Krankheit, Einsamkeit. Doch das Hirtenherz erinnerte sich an Gottes Verheißung: Psalm 34,19: “Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind.” Gott bleibt bei dir, gerade in den dunklen Momenten. Auch wenn es schwer war, wusste das Hirtenherz: Gott geht immer mit, Schritt für Schritt.
Licht und Hoffnung
Am Abend zündete das Hirtenherz eine Kerze an. Ihr Licht leuchtete in viele Häuser und in viele Herzen. Es flüsterte: Johannes 1,5: “Das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen.” Gottes Licht schenkt Hoffnung, selbst in dunklen Zeiten. Das Hirtenherz lächelte. Es wusste: Seelsorge heißt, da sein, zuhören, tragen, hoffen. Genau so, wie Gott für uns da ist.
Liebe Gemeinde,
diese kleine Geschichte erzählt von meinem eigenen Weg in der Seelsorge. Oft sind es die stillen Begegnungen, in denen ich Gottes Nähe spüre. Wenn ich zuhöre, mitfühle, bete oder einfach da bin. Ich habe gelernt: Seelsorge geschieht nicht aus eigener Kraft. Sie ist ein Mitgehen, im Vertrauen darauf, dass Gott selbst mitten unter uns ist.
Ich danke Gott für euch alle und für alles, was wir in diesem Jahr gemeinsam erlebt haben. Jede Begegnung, jedes Gespräch und jeder kleine Moment war ein Geschenk.
Ich wünsche dir frohe und gesegnete Festtage voller Freude, Wärme und Frieden, und dass die Weihnachtszeit dein Herz erfüllt und dir Gottes Nähe spürbar macht. Für das neue Jahr 2026 wünsche ich dir Gesundheit, Hoffnung und viele kleine, glückliche Momente. Möge Gott dich auf all deinen Wegen begleiten, dein Herz stärken und dich mit seiner Liebe tragen.
Lasst uns gemeinsam Schritt für Schritt ins neue Jahr gehen, getragen von der Gemeinschaft, der Liebe zueinander und vom Licht des guten Hirten.
Herzlichst
Eure Pastorin
Jacqueline Mieth