Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.

1.Korinther 16,14

Liebe Leserin und Leser des Gemeindebriefs,

Ein kleiner Vers im Kapitel 16 des 1. Korintherbriefes mit der Überschrift „Ermahnungen und Grüße von dem Apostel Paulus an die Gemeinde in Korinth“. Der Vers hat es in sich.

So eine Jahreslosung in schwierigen Zeiten, in lieblosen Zeiten?

Das Jahr 2023 war in jeder Hinsicht ein schwieriges Jahr. Besonders der anhaltende Krieg zwischen der Ukraine und Russland und die damit verbundenen vielen Flüchtlinge aus der Ukraine, die untergebracht werden müssen, beschäftigen uns.

Die im Oktober begonnene Auseinandersetzung zwischen der Hamas und Israel gehört seit diesem Zeitpunkt ebenfalls immer wieder zu den vorrangigen Tagesthemen. Es regieren Hass und Machtgelüste. Die Liebe ist hier nicht zu erkennen.

Den Kriegsparteien - egal wo - würde ich gern eine Botschaft aus dem Matthäus Evangelium übermitteln. In Matthäus 5,44 steht: Ich Jesus aber sage euch: „Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

Es ist eine zunehmende Aggressivität der Menschen zu erkennen. Die Lebensumstände sind für viele wahrlich nicht zufriedenstellend, bedingt durch hohe Energiekosten, hohe Inflation, Stellenabbau, Arbeitsplatzverlust, Wohnungsnot, Politikverdrossenheit, Klimawandel. Die guten Jahre sind vorbei. Jetzt wird es schwierig und das ist für viele Menschen eine neue Situation und Herausforderung.

Die Wirtschaftsprognosen für das neue Jahr stehen nicht gut. Viele fragen sich, wie wird das Jahr 2024 werden?

Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe. Die Gemeinde in Korinth musste ermahnt werden, Liebe zu üben. Was bedeutet Liebe? Liebe verbinde ich mit Zuneigung, geistige Liebe, gefühlsbetonte Liebe, körperliche Liebe und Hingabe. Es ist eine tiefe Verbundenheit mit anderen, wo Herz und Zärtlichkeit, Mitleid, Sorge und Freude im Mittelpunkt stehen.

Ich liebe Dich! - Wenn man das hört, geht einem das Herz auf. Die Zuneigung ist spürbar.

Wir sollen die Werkzeuge Gottes sein und uns in allem, was wir tun, von der Liebe leiten lassen - sei es in der Familie, im Berufsleben, in der Gemeinde, beim Einkaufen, im Urlaub, Freundeskreis, Nachbarschaft etc.

Als Vorbild gilt Jesus Christus, der all seine Dinge in Liebe geschehen ließ. Das wurde besonders deutlich, als er am Kreuz hing und von spöttischen Menschen umgeben war, die ihn beleidigten, bespuckten und lästerten. Da hat er sie nicht verflucht oder voller Abscheu angeblickt, sondern er hat für sie in Liebe gebetet: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Gottes Liebe zu uns kennt keine Grenzen. Gott liebt uns Menschen so sehr, dass er seinen eigenen Sohn nicht verschont hat. Jesus ist am Kreuz von Golgatha für uns gestorben, ja für jeden Menschen. Jesus lebt, er ist wieder auferstanden und will uns durch den heiligen Geist helfen, Liebe zu üben, demütig zu sein und seinem Vorbild nachzueifern, wie es in Epheser 4,15 steht:

Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.“

Das ist ein Lernprozess, der nur unter Mithilfe von unserem Herrn möglich ist.

Wir hoffen und beten, dass im neuen Jahr eine Umkehr von Krieg zum Frieden stattfindet und wir die neuen Herausforderungen annehmen können, die auf uns warten.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein friedvolles, erfülltes und segensreiches neues Jahr.

Herzliche Grüße
Thomas Krannich

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