• Sonntag 10:00 Uhr

Gedanken für den November und Dezember 2026

Liebe Gemeinde,

im 1. Samuelbuch lesen wir, dass Samuel einen Stein aufstellte und ihn „Eben-Eser“ nannte. Dazu sagte er: „Bis hierher hat uns der HERR geholfen!“ (1. Samuel 7,12).

Samuel wollte damit das Volk Israel daran erinnern, dass Gott ihm in einer schwierigen Zeit geholfen hatte. Der Stein war ein sichtbares Zeichen: Gott hat uns begleitet und bewahrt.

Wenn wir auf das vergangene Jahr in unserer Gemeinde zurückblicken, entdecken auch wir vieles, wofür wir Gott danken können. Wir haben miteinander Gottesdienste gefeiert, gebetet, gesungen und Gottes Wort gehört. Wir sind einander begegnet, haben gemeinsame Feste gefeiert und schöne wie schwierige Momente miteinander geteilt. Ich denke auch an alle, die sich Woche für Woche einbringen: beim Vorbereiten und Gestalten der Gottesdienste, bei praktischen Aufgaben, durch Besuche, ermutigende Worte oder im Gebet. Vieles geschieht ganz selbstverständlich im Hintergrund. Doch all das macht unser Gemeindeleben möglich und ist ein Grund zur Dankbarkeit.

Natürlich war nicht alles leicht. Einige von uns haben Abschied nehmen müssen, andere tragen Sorgen oder persönliche Fragen mit sich. Vielleicht blicken wir auch auf Situationen zurück, in denen wir uns mehr Klarheit oder Veränderung gewünscht hätten. Als Gemeinde erleben wir unterschiedliche Dinge, und nicht immer sehen wir alles gleich. Gerade deshalb brauchen wir Gottes Nähe und einander. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott unseren Weg kennt und uns auch in schwierigen Zeiten nicht allein lässt. Dankbar zurückblicken, mutig weitergehen.

Mit diesem Vertrauen wollen wir nach vorne schauen. Wir möchten gemeinsam entdecken, was unseren Glauben stärkt und wie wir als Gemeinde für die Menschen in unserer Nachbarschaft da sein können. Dazu gehört, dass wir auf Gottes Wort hören, miteinander im Gespräch bleiben und offen prüfen, welche nächsten Schritte gut für unsere Gemeinde sind. Wir dürfen dankbar bewahren, was uns trägt, und zugleich den Mut haben, Neues auszuprobieren. Jede und jeder kann dazu beitragen.

An Weihnachten feiern wir, dass Gott uns in Jesus Christus nahekommt. Er teilt unser menschliches Leben und schenkt uns Hoffnung. Diese Hoffnung begleitet uns auch in das neue Jahr, selbst wenn wir noch nicht wissen, was auf uns zukommt.

Liebe Gemeinde, wenn wir auf unseren gemeinsamen Weg zurückblicken, dürfen wir sagen: Bis hierher hat uns der Herr geholfen! Dafür wollen wir ihm danken. Und für alles, was vor uns liegt, bitten wir ihn um Weisheit, Kraft und seinen Segen.

Ich wünsche Euch eine gesegnete Adventszeit, frohe und friedvolle Weihnachtstage und Gottes reichen Segen für das neue Jahr.

Herzliche Grüße
Eure Pastorin
Jacqueline Mieth